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Viele ausländische Filme laufen beim Heilbronner Arthaus-Kino über die Leinwand. Am 23. November zeigte das Kulturkino an der Allee Post drei Tage lang einen auch für sie etwas ungewöhnlichen Film: Darbo D’hubo – the way of love.
Ungewöhnlich war nicht der Inhalt des Filmes, sondern vielmehr die Sprache. Die Akteure kommunizierten auf aramäisch, der Sprache Jesu – mit deutschem Untertitel. Ob das gut geht? Wer geht schon an diesen drei Tagen extra ins Kino? Eine handvoll Suryoye vielleicht?
Möglich. Immer weniger junge Suryoye interessieren sich offenbar für ihre eigene Kultur – beklagen zumindest die Älteren.
Eng wurde es für das kleine Lichtspielhaus aber am Freitag, dem ersten Abend der Filmvorführung, als sich über 150 Suryoye im Foyer des Arthaus-Kinos versammelten. Am zweiten Abend etwas weniger - die sich dann anschließend auf dem Hago in Kirchhausen weiter amüsieren konnten. Sänger Jakob Honcho sorgte entsprechend für Stimmung.
Am dritten Abend kam es schon einem Massenauflauf gleich, als sich etwa 250 Darbo-D’hubo-Interessierte ins Kino begaben. Und wie ist die Resonanz der Zuschauer? Während der Vorstellung war das Publikum sehr lebendig. Es wurde zwischendurch geklatscht. Zwischenrufe und Lachen waren immer wieder zu vernehmen.
Die meisten Zuschauer reagierten überrascht, gab es ja bis zuvor keinen richtigen Spielfilm, ausgenommen der Holo-Malke-Produktionen. Das Ungewohnte an der uns schon neuen Materie „eigener Film“, war bei Darbo D’hubo der aktuelle Bezug der Thematik. Eine Liebesgeschichte, alias Shakespeares „Romeo und Julia“, erzählt die gegenwärtigen Konflikte zwischen den Generationen unter den Suryoye. Unverständnis, Wertschätzung, Loslösung, Akzeptanz und viel Herzschmerz sind nur einige Schlagworte, die die Story durchziehen. Und am Ende, nach viel Action, lustigen und traurigen Momenten, gibt’s natürlich ein Happy End.
Fazit: Das erste Debüt der Schauspieler und des Produzenten Nabil M. Anni und Regisseur Drehbuchautor Aziz Said ist anbetracht der Konkurrenzlosigkeit (da es ja keine Vergleichsmöglichkeiten gibt) ein interessantes, erfrischendes Werk.
Ein gutes Resümee für den Filmemacher Nabil M. Anni, hat er schließlich viel Kosten, Zeit und Muße in sein Pilotprojekt gesetzt.
Und wenn der Erfolg sich weiter durch die Landen zieht – wer weiß, vielleicht beglückt er das kulturhungrige Suryoye-Volk wieder mit einem modernen Film?!
Organisiert wurden diese Filmabende von den Vereinen Aramäer Heilbronn, Tur Abdin Kirchardt und SK Suryoye Heilbronn ( gehören zu den Gründungsvereinen der neuen "Föderation Suryoye Deutschland(HSA)"
Maria Maroge
Weitere Infos:
Email: info@darbomedia.com
Web: www.darbomedia.com
Huyodo.Com bedankt sich bei Maria Maroge für diesen Artikel und den Bildern. Es ist ein externen Artikel. Wir haben keine Veränderungen vorgenommen und so publiziert wie es der Autor geschrieben hat..
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